Computertomographie


Das pseudowissenschaftlich aufgearbeitete Gerücht "Tätowierungen verbrennen im CT" taucht unter Tattoofans und Tattoofeinden immer mal wieder auf. Wer in die Röhre zum Schichtröntgen muss riskiert laut Regenbogenpresse Verbrennungen an den tätowierten Hautstellen. Der zitierte Sachbearbeiter antwortet, offensichtlich nicht wirklich in der Thematik Tattoo bewandert, auf die Frage was denn die "Verbrennung" in den Tattoofarben auslöse: "Der Glitzereffekt in den Metallen".

Vermutlich hat der Mensch äußerlich aufgetragene Glimmercremes, mit denen einige Damen ihre Tattoos zum Discobesuch ins rechte Licht setzen, mit Farben unter der Haut verwechselt? Unsere Recherchen aus Umfragen unter
Ärzten, betroffenen Kunden die großflächig tätowiert sind und unbeschadet in der Röhre waren, sowie aus eigener Erfahrung, ergaben ein weitaus harmloseres Bild: Keiner ist verbrannt. Bei einer Person fühlte sich die Haut leicht erwärmt an.

Schwermetalle in regulären Tattoofarben sind übrigens seit Jahren verboten.